Erea

Khâg

Handelswege und heiliger Berg

Einwohner: 100 tsd. Zwerge. Sprache: Dwarm (südlicher Dialekt). Großstädte: Gilkazahar (40 tsd.) Dum Mibam (17 tsd). Hauptstadt: Gilkazahar.

Khâg Westlom Noorbum Linain Callon Donegen Yrkabeg
Der schmale, hohe Gebirgsriegel im Herzen Ereas ist die Heimat der südlichen Zwerge. Weniger grimmig als die Zwerge des Nordens, und ganz dem Handwerk und dem Handel verschrieben, pflegen sie rege Kontakte zu den angrenzenden Völkern. Gilkazahar ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Ereas nach Okhalabad, sondern vielleicht auch die Reichste des ganzen Kontinents. Da die Orks bei den anderen Völkern verfehmt sind, insbesondere im Königreich Callon, wird fast der gesamte Handel mit Ihnen über den Khâg abgewickelt. Dies hat zu einem kometenhaften Aufstieg der Händler von Gilkazahar geführt, denn die Pforte von Orl, die einzige gangbare Landverbindung Ereas mit dem Nachbarkontinent Ilmún, wird von den Orks kontrolliert.

Der Khâg

Neben dieser profanen Rolle des Khâg kommt der Region aber auch eine große spirituelle Bedeutung im Leben der Zwerge zu, denn im Osten des Landes liegt Anash Bam, der heilige Berg der Zwerge. Nirgendwo ist während der Orkkriege mehr zwergisches Blut vergossen worden als auf den Hängen und Ausläufern des mächtigen Solitärs, der sich gut 3300 Meter in den Himmel erhebt.



Anash Bam: Der heilige Berg der Zwerge, in dessen Herzen sich ein großes Heiligtum des Gottes Alikh (mellanin Agni) befindet. Die silbergrotte in seinem Zentrum ist wahrscheinlich das älteste bekannte Bauwerk der Zwerge und darf von gewöhnlichen Sterblichen nur einmal im Jahr, am Durinstag, dem Neujahrstag der Zwerge, betreten werden. In den Bergen und Tälern um den Anash Bam befinden sich zahllose verlassene Befestigungsanlagen aus den Zeiten der Orkkriege.

Dum Mîbam: Die Stadt im Berg. Obschon weniger groß und prächtig als Gilkazahar profitiert Dum Mîbam doch nicht minder am beinahe Monopol des Handels mit den Orks. Über Benadin und Okhalabad gelangen Waren von der Pforte von Orl hierher, um ihre Reise nach Orbled oder Gilkazahar fortzusetzen.

Gilkazahar: Gilkazahar ist eine Prunkvolle Metropole und mutmaßlich die reichste Stadt Ereas. Rund hundert Jahre nach dem Fall Kaletums beginnt für die Stadt ein kometenhafter Aufstieg. Innerhalb von nur 35 Jahren vergrößert sie ihre Einwohnerzahl um 50% auf 30 tausend. Heutet bietet die Stadt der 1000 Balkone schon von ferne einen überwältigenden Anblick über der tiefen Gurîmschlucht. Von Süden gelangt man nur über zwei weitgespannte Brücken an die zweite, die eigentliche Stadtpforte, während sich das Nordtor dem reisenden plötzlich und unvermittelt am Ende des Mâzakhashdrim Tales öffnet. Wer hingegen von Osten kommt, wird durch weite Gärten unter Allebäumen zu den Terassen der aufgehenden Sonne geführt, von wo breite Treppen und hohe Tore ins innere der Stadt führen.

Nûmûtrad: Die Straße der Zwerge, über die das zähe Volk der Sage nach einst nach Erea kam, endet in Gilkazahar. Über Dum Mîbam führte sie einst an der Nordseite des Anash Bam zu den Ufern der Mûr, um jenseits des großen Stromes nach Südosten abzubiegen, zur Pforte von Orl, ihrem Anfang.
Diese Verbindung wurde schließlich von den Orks unterbunden, die keine Fremden im Grenzgebiet zu Callon dulden wollten. In langen Verhandlungen erwirkten die Zwerge, daß ihnen ein schmaler Zugang zum Fluß zugestanden wurde, jedoch dürfen sich nur an den hohen Feiertagen religiöse Prozesionen an die Ufer begeben.

Rat der Sieben: Seit gut 100 Jahren wird der Khâg vom Rat der Sieben regiert, der alle fünf Jahre von den Honoratioren des Khâg neu bestellt wird. Der Dain, der König, ist zwar noch nominelles Staatsoberhaupt und oberster Feldherr, doch die ziviele Macht liegt längst zur Gänze in den Händen der Kaufleute.