Erea

Donegen

Das Land zwischen Hammer und Amboss

Einwohner: 600 tsd., in erster Linie (93%) MenschenSprache: Mellanin, an der Küste und im Südwesten auch Westron. Großstädte: Abbelyn (32 tsd.), Brûd (18 tsd), Arl (12 tsd) Hauptstadt: Arl.

Königreich Donegen Westlom Noorbum Linain Khâg Callon Yrkabeg
Das Königreich Donegen ist seit vielen Jahrzehnten ein vom Bürgerkrieg zerissenes Land. Das Königshaus selbst liegt mit der freien Stadt Brûd in offenem Krieg, während die einst stolze Hafenstadt Abbelyn zunehmend im Chaos versinkt.

Donegen hat eine alte Geschichte, die auf das elbische Königreich Fandom an der Mündung des Don zurückgeht. Im milden Klima der strategisch und geographisch günstig gelegenen Bucht von Fandom hatten die Elben ihre Hauptstadt Abbelyn gegründet. Von hier aus besiedelten sie stetig die umliegenden Wälder und Grasebenen bis hienauf an die Ufer des Spiegelsees nördlich der Fälle von Brûd. Hier errichteten sie Fearim, das heutige An in den Hügeln

Königreich Donegen

Fünfzig Jahre vor Beginn der mellanischen Zeitrechnung wurde Fandom von Reiterbarbaren aus dem Osten überrannt. Dies menschlichen Eindringlinge gründeten unter König Berenguerre das Reich Donegen, das sich zur Zeit seiner Blüte weit nach Westen in das heutige Linain hienein erstreckte.

Unter dem Ansturm der Orks zu Beginn des 7. Jahrhunderts bricht die politische und wirtschaftliche Ordnung des Reichs völlig zusammen. Dem Fall der Kaiserlichen Hauptstadt Kaletum, und der Kapitulation des Hochkönigs im Jahr 650 mZ folgen wilde Plünderungen durch orkische Vaganten in Donegen.

In dieser Situation erscheint eine Gruppe mächtiger Magier, die sich mit ihrem Gefolge in den Vulkanbergen im Südosten Donegens niederlassen. Mit Hilfe ihrer Drachenreiter können die Orks schließlich aus Donegen vertrieben werden, doch obwohl die mächtigen Fremden seit dem nie wieder in die Politik Donegens eingegriffen haben, lastet ihre Anwesenheit wie eine düsterer Schatten über dem Haus der königlichen Rose von Arl.

Die grausigen Ereignisse jener Zeit sind heute fast in Vergessenheit geraten, denn neue Kriege und Streitigkeiten der Fürsten untereinander bestimmen den Alltag der Menschen in Donegen. Seit vor rund dreißig Jahren Streit ausbrach über den Thronfolger König Forlas, liefert die freie Stadt Brûd - stellvertretend für die Fürsten des Nordens - sich wiederholt blutige Schlachten mit den Armeen des Königs.



Abbelyn: Die elbische Gründung Abbelyn ist immernoch die zweit Größt Hafenstadt an der Nordküste der Isselsee. Noch immer säumen viele prächtige Stadtvillen im elbischen Stil die großen Prachtstraßen und Plätze, doch das Leben der Stadt wird von Koruption und Gewalt regiert. Während der Rat der Stadt von wenigen alten und reichen Famillien dominiert wird, werden die Gassen der Armenviertel von rivalisierenden Banden und Goblinclans beherrscht.

Alfet: Der zweite große Fluß in Donegen. Die Alfet entspringt in Eregon im Westen Linains in den Ausläufern des Khâg und mündet bei Brûd in den Don. Über die Alfet wird der gesamte Handel mit Linain abgewickelt, der nicht über See stattfindet.

Argant: Argant, dessen Fürst zur Partei der Lilie von Brüd gehört, liegt seit 988 im Krieg mit dem königstreuen Cromak, daher ist der Grenzverlauf im Süden unsicher und veränderlich. Argant ist im wesentlichen eine trockene, braune Steppe, in der der Ginster gedeiht aber sonst nicht viel. Nördlich des Fürstensitzes Noreg wird das Klima deutlich feuchter und nebeliger, durch kalte Winde aus dem Khäg beeinflußt.

Arl: Der königliche Hof, zu dessen Füßen die prächtige Stadt Arl liegt, ist eine Brutstädte für Intrigen. Wie Abbelyn ist auch Arl eine elbische Gründung, und die königliche Burg wurde von dem elbischen Baumeister Heldrim Elendron erichtet. Außerhalb der Stadt, in den königlichen Hügeln und dem königlichen Forst (vor allem Pinien, Steineichen und Esskastanien) ist jede Ansiedlung verboten. Das Betreten dieses Gebietes und der Stadt ist Bettlern und zerlumpten Personen nicht gestattet.

Donegens Provinzen

Brûd: Brûd liegt direkt oberhalb der Steilhänge an der Mündung der Alfet in den Don und ist durch eine beeindruckende Brücke mit Norwet verbunden. In der rund 18.000 Einwohner zählenden Stadt gab es immer wieder Bestrebungen und Anläufe sie für 'endgültig frei und unabhängig' zu erklären, die bisher jedoch samt und sonders gescheitert sind. Formal gehört die Stadt immer noch zum Fürstentum Gwytan, an das sie auch Steuern entrichtet, ansonsten ist sie jedoch ein weitgehend eigenständiger Stadtstaat. Unter dem Banner der Lilie liegt Brûd seit 35 Jahren im Krieg mit dem Königshaus von Arl und wird momentan wieder einmal belagert.

Ciel: Die südlichste Provinz Donegans ist nur in den nördlichen Teilen des Landes bewohnen. Ciél ist mit sandigem aber sehr fruchtbarem Boden gesegnet, auf dem zahlreiche Gewürze (Thymian, Lavendel, ets.) angebaut werden. Das große Waldgebiet auf der Halbinsel im Süden ist, sieht man einmal von dem als Piratennest verschrienen Zerémó ab, völlig unbewohnt. Es ist ein heißer, trockener und wilder Landstrich, in dem nicht nur ausgestoßene und wilde Menschen hausen, sondern dem Vernehmen nach auch uralte Feenwesen.

Cromak: Die Provinz Cromak fiel während des 'Blumenkrieges' zu Beginn des 8. Jahrhunderts von Argant ab, als sich der Fürst offen zum Haus der Lilie von Brûd bekannte. Von Norden nach Süden, bis etwa auf die Höhe Logh - Cormal erstreckt sich die Ebene von Argant, eine braune Einöde in der vor allem Ginster und Steine gedeihen. Die Hochebene fällt dann, zum Teil sehr steil, zum Hügelland von Seylbry ab, das entlang der Flüsse recht fruchtbar und dicht besiedelt ist. Wein und Oliven werden hier angebaut.

Dhoma-Ladai: Die Provinz ist im Wesentlichen eine trockene, heiße Steinwüste mit steilen, verkarsteten Bergen und aktiven Vulkanen. Es ist nur wenig über sie bekannt, da nur wenige es wagen ihre Grenzen zu übertreten, um so mehr Legenden ranken sich um diese sagenhafte Einöde. Demnach wird das Land vom namenlosen Geschlecht der Zauberprinzen regiert, deren erster im Jahr 666 seinen Wohnsitz in dem Gebirge nahm. Mit seiner Hilfe wurden die Orks aus Donegan vertrieben. Formal gehört die Provinz immernoch zum Königreich, obgleich sie keinerlei Steuern entrichtet und keine Kontakte zur Außenwelt bestehen.

Don: Der große Strom Donegens, der das Land teilt. Der Don entspringt in den Bergen des Khâg und nimmt im Norden Donegens viel Wasser auf. Bis zu den großen Wasserfällen rund 100 Meilen nördlich von Brûd ist der Don nicht Schiffbar, spielt dann aber bis zum Meer eine wichtige Rolle für den Warentransport.

Fandom: Elbisches Königreich an der Mündung des Don. 253 v.mZ gegründet wurde es bereits rund 200 Jahre später von den Menschen Erobert.

Fjanden: Die Provinz Fjanden mit der Hauptstadt Abelyn, einer alten, elbischen Siedlung, ist die reichste Provinz Donegans. Sie ging aus dem elbischen Königreich Fandom hervor, das sich um die gesamte Bucht vor der Mündung des Don erstreckte, aber bereits 200 Jahre nach seiner Gründung von den Menschen erobert wurde. Hier leben aber immernoch rund 1600 Elben.

Gwytan: Grüne, bewaldete Hügel, Feldraine und Wiesen bedecken das wasserreiche Land bis zur Alfet herab. Brûd gehört zwar formal zum Fürstentum Gwytan, und die Fürstin steht im Erbfolgekrieg auch auf Seiten der Partei unter dem Lilienbanner, dennoch ist die Stadt schon lange auf ihre Unabhängigkeit bedacht. Das Fürstengeschlecht von Gwytan trat diesen Bestrebungen seit jeher mit diplomatischem Geschick, ohne harte Repressalien und mit viel Erfolg entgegen

Lymir: Von der Alfet nach Süden herab erstreckt sich zwischen dem großen Wald und dem Dounan eine weite, grüne Ebene. Die Lymschen sind ein freundliches Volk. Sie gehen die Dinge in Ruhe an, neigen dazu etwas Fett anzusetzen und vermeiden es sich zu bekriegen. Vor allem lieben sie ihren Wein und ihr Seel, ein Getränk aus vergorener Milch.

Morghat: Die meißten Einwohner Morghats leben entlang und von der Handelsstraße, die die Provinz durchkreuzt, und in deren Umgebung nur wenige Meilen zwischen den einzelnen Ortschaften liegen. Der Rest des Hügellandes ist dünn besiedelt, und, da der Fürst hauptsächlich um die Wegzölle 'der Straße' besorgt ist, den übrigen Teil des Landes jedoch sich selbst überläßt, ziemlich unsicher. Ein wildes Land, von zahlreichen dunklen Wäldern übersäht.

Norwet: Im Volksmund auch 'das Schlachthaus des Königs' genannt. Eine doppeldeutige Bemerkung, da die große Provinz nicht nur die meisten Rinder und Schweine des Landes liefert, sondern auch die meisten Soldaten in der Armee des Hauses von Arl stellt. In ganz Norwet gibt es kein Dorf, das nicht auf irgend eine Weise befestigt wäre, meist mit Erdwällen und Palisaden. Zahlreiche Burgen und Wehrtürrne pflastern das Land, da es genau zwischen den verfeindeten Städten Arl und Brûd liegt.

Telar: Wie Fjanden ist Telar aus dem einstigen Elbenkönigreich Fandom hervorgegangen. Viele reiche Kaufleute und hohe Adlige haben hier ihre Landvillen oder Residenzen für ihre Familien gebaut, vor allem südlich von Landuin.

Zauberprinzen: Ein Geschlecht mächtiger Magier, die über berittene auf fliegenden Drachen befehligen. Mit ihrer Hilfe wurden die Orks aus Donegen vertrieben, trotzdem ist ihr Ruf düster.