 |
Zeittafel
Die Ereanischen Geschichte in Stichworten
Die folgenden Zeittafeln können nur einige der wichtigsten Daten in der ereanischen Geschichte aufzählen, und sind als Anhaltspunkte für den Spielmeister gedacht.
Alle Daten sind nach mellanischer Zeitrechnung (mZ) ausgewiesen (v.mZ = vor mellanischer Zeitrechung). Der Übersicht halber ist die Zeittafel in vier Abschnitte gegliedert, die sich jedoch nicht mit der klassischen Einteilung der ereanischen histographen in vier große Zeitalter deckt. Denn aus dem ersten Zeitalter sind nur Sagen und Göttergeschichten überliefert, und auch aus dem zweiten Zeitalter, daß überdieß rund 1000 Jahre zurückliegt, sind nur wenige verläßliche Ereignisse bekannt.
Umgekehrt schien es ratsam, aus dem gegenwärtigen, ereignissreichen, vierten Zeitalter, zumindest die letzten 50 Jahre auszusondern, um den Ereignishorizont der lebenden Generation besonders hervorzuheben.
Vorzeit
| ? |
Zeitalter der Feen
|
| 1033 v.mZ |
Besiedlung Avalyns durch Béleth Mellanen, später Ar Avalyn genannt. Beginn des zweiten Zeitalters.
|
| um 800 v.mZ |
Besiedlung des Khâg durch von Osten kommende Zwergensippen.
|
| um 500 v.mZ |
Elbensiedlungen an den Ufern der Isselsee westlich von Cap Sel. Besiedlung der Noorbum durch die Zwerge.
|
| 428 v.mZ |
Gründung der Stadt Thûle.
|
| 300 - 150 v.mZ |
Elbische Bruderkriege. Zahlreiche See- und Landschlachten zwischen der Insel Avalyn und den jungen Siedlungen an der
Küste des Kontinents.
|
| 253 v. mZ |
Gründung der Stadt Abelyn und des Königreichs Fandom. In Folge entstehen weitere elbische Stadtstaaten an der Küste der Isselsee.
|
| um 120 v.mZ |
Einfall der Barbaren (Menschen) über die große Ebene der
Yrkabeg. In den folgenden Jahren der Babarenherrschaft werden die Elben des Kontinents in die Wälder im äußersten Westen verdrängt und schließen sich unter Faraniel Linain zu einem Schutz- und Trutzbündnis zusammen. Die Zwerge ziehen
sich tief ins Gebirge zurück. Es entstehen mächtige Zwergenfestungen wie Gathol Barazukû, Gabar Gathol und Dum Mibam.
|
Das Goldene Zeitalter
| 1 |
Vereinigung der Barbarenstämme unter Fin Culaggan in Kaletum. Gründung des Kaiserreichs Mellanien unter dem Hochkönig Culaggan 1. Teilung des Reiches in acht 'mindere' Königreiche (davon ein elbisches und zwei zwergische). Beginn des
'Goldenen Zeitalters'.
|
| um 80 |
Beginn der Besiedlung Westloms durch die Menschen.
|
| 92 |
Im Vertrag von Thûle werden den Zwergen die Gebiete nördlich der Noorbum zugesichert.
|
| 93 |
Gründung von Gilkazahar durch eine Schenkung des Hochkönigs zur Befriedung der Zwerge. Gründung von Lim Dunaïn.
|
| 108 |
Bereg von den Häfen entwickelt die Burgendertypen.
|
| 153 - 182 |
Eroberung der mellanischen Überseegebiete auf dem Kontinent Mohar durch den Hochkönig Themorius I den Eroberer.
|
| 212 |
Entwicklung und beginnende Verbreitung des Themorismus durch Themorius III den Gelehrten.
|
| 250 - 400 |
Blütezeit des Mellanischen Reiches. Handel, Kunst und Wissenschaft gedeihen, die 'vier hohen Schulen' bilden sich heraus (Kämpfer, Samurai, Hexen und Zauberer).
|
| um 320 |
Die gesellschaftliche Organisation in Zirkeln und Gilden kommt stark in Mode. Angeblich glänzt auf den Dächern von Kaletum das Gold in der Sonne, das Kaiserreich steht auf dem Zenit seiner Größe. Gleichzeitig schließen sich einige, immer noch gegen die 'Barbaren aus dem Osten' verbündete zwergische Familien zusammen, die Goblanayar entsteht.
|
| um 400 |
Das nordöstliche Königreich beginnt starke Verfallserscheinungen zu zeigen, Armut breitet sich aus, die erste Hungerrevolte seit fast 150 Jahren.
|
| 452 - 468 |
Nordschlachten. Der Tyrann König Joarl der Berserker (Nordöstliches Kgr.) greift einige Häfen der der Noorbum an. Der erste Krieg seit 450 Jahren wird schließlich durch die Armeen des Hochkönigs beendet.
|
| 514 |
Harl der Bastard besteigt den Kaisertron von Mellanien. Es kommt zu zahlreichen Fehden und Intrigen zwischen den verschiedenen Fürstengeschlechtern.
|
| 522 |
Beow Gwenogg besiegt mit Hilfe der Elben aus Linaïn Kaiser Harl I in der 'Schlacht der sieben Trompeten' und läßt sich selbst zum Hochkönig von Mellanien ausrufen. Das Königreich Linaïn dehnt sich um eine Schenkung Beows (Eregon) nach Osten aus.
|
| 543 |
Zwergische Fernhändler schleppen die Pest in Erea ein. Die Stadt Thûle verliert die Hälfte ihrer Einwohner.
|
| 580 |
Erste, vage Nachrichten vom Auftreten eines fremden Volkes an den östlichen Grenzen der Yrkabeg. Das nördliche Königreich beendet nun auch formal seine Existenz durch Aussterben der königlichen Linie, die Ständeversammlung tritt nicht mehr zusammen. Faktisch ist es bereits seit fast 100 Jahren ein Land ohne Regierung und Gesetze, in dem die kaiserlichen Steuereintreiber regelmäßig erschlagen werden.
|
| 609 |
Einfall der Orks durch die Pforte von Orl in die Yrkabeg. Die beiden südöstlichen Königreiche werden im Sturm erobert.
|
| 614 |
Die Orks dringen bis an die Grenze des Königreichs Linaïn vor und stehen vor Kaletum. Sie werden jedoch in die Yrkabeg zurückgedrängt, als Dain Martebâl, der König des Khâg, dem Kaiser zu Hilfe kommt.
|
| 616 |
Azakhan wird geboren.
|
| 620 |
Der Eisensturm. Zum zweiten Mal versuchen die Orks Erea in einer Art Blitzkrieg zu erobern. Sie dringen bis an die Westgrenze von Eregon und die Ufer des Enewog vor, scheitern jedoch an mangelnder Infrastruktur und der Zähigkeit ihrer Gegner. Sie können sich nirgends lange halten, marodierende Horden ziehen plündernd durch Erea. Ein langer, zäher Krieg beginnt.
|
| 630 - 645 |
Die mellanischen Kollonien in Mohar lösen sich vom Kaiserreich und werden unabhängig.
|
| 650 |
Die Orks erobern die Hauptstadt Kaletum und plündern sie sieben Tage lang. Am Ende bleiben von den ehemals 120.000 Einwohnern gerade noch 30.000, der Rest flieht oder wird erschlagen. Im Vertrag von Kaletum wird den Orks der Kaisertitel und die Anerkennung eines 'heiligen mellanischen Reiches orkscher Nation' (HMRON) zugesichert. Der Vertrag wird von allen anwesenden Fürsten und von vier Königen der verbliebenen fünf Königreiche unterschrieben. Einzig Dain Barazuk, der Herrscher der Noorbum, den man später den 'Unbesiegten' nennen wird, weigert sich Thûle zu verlassen. Damit ist der Untergang des Mellanischen Reiches besiegelt, und das Ende des 'Goldenen Zeitalters' gekommen.
|
Viertes Zeitalter
| 651 |
Gründung von Okhalabad.
|
| 652 |
Azakhan der Erneuerer wird zum Kaiser des HMRON gekrönt und veröffentlicht sein 'Buch der Wahrheit'.
|
| 663 |
Beginn der 'Reconquista' zur Vertreibung der Orks, die ein Fiasko werden wird. Zwar gelingt es sie in die Yrkabeg zurückzudrängen, doch schließlich verzetteln sich die Fürsten in blutigen Kleinkriegen untereinander.
|
| 666 |
Der erste Zauberprinz erscheint und läßt sich in den Vulkanbergen von Dhoma-Ladai nieder. Mit Hilfe seiner Drachenreiter gelingt es die Orks aus Donegen zu vertreiben.
|
| 669 |
Azakhan zieht seine Truppen an die Grenze der Yrkabeg zurück. Im Osten von Eregon beginnen die Elben den 'Schildwald' zu pflanzen.
|
| 674 |
Es wird immer offensichtlicher, daß die Orks die Absicht haben in Erea zu bleiben. Die Fürsten geraten zusehends in Streit und Fehden. Aus der Reconquista wird der 'Krieg der vier Völker', an dem die Orks freilich immer weniger teilnehmen, da ihre Truppen die Grenzen der Yrkabeg nicht überschreiten.
|
| 677 |
Die Zwerge des Khâg verlegen sich mehr und mehr auf den Handel mit den Orks. Donegen, das von den letzten 70 Jahren Krieg am meißten gebeutelt wurde (allein Brûd wurde 12 mal geplündert), liegt wirtschaftlich am Boden. Die Grenzen im Osten und Westen sind stark zurückgewichen, das Königshaus muss auf entfernte Seitenlinien zurückgreifen, da alle direkten Erben dem Krieg oder der Pest zum Opfer fielen. Das Land ist in 10 kleine Fürstentümer zerfallen.
|
| um 685 |
König Phillip I gelingt es den maroden Staatshaushalt zu sanieren und durch anlegen von Getreidespeichern die permanent wütenden Hungersnöte einzudämmen.
|
| 697 |
Azakhan stirbt im hohen Alter von 81 Jahren. Seine Nachfolger setzen im Großen und Ganzen seine Außenpolitik fort. Keine orkische Armee überschreitet die Grenzen der Yrkabeg während der nächsten 250 Jahre. Der sogenannte 'Krieg der vier Völker' zwischen Linaïn, Callon und den Noorbum wird mehr und mehr zu einem Seekrieg zwischen den beiden Erstgenannten (1. Binnenmeerkrieg).
|
| 708 |
Ende des 1. Binnenmeerkriegs durch einen Friedensvertrag zwischen Linaïn und Callon.
|
| 712 - 718 |
Der 'Blumenkrieg' (die 'Rose von Arl' gegen die 'Lilie von Brûd') um die Nachfolge Phillip I bricht aus, wird von Arl siegreich beendet, und legt den Grundstein für die Feindschaft zwischen den beiden Städten.
|
| 731 |
Kaletum, das mittlerweile nur noch 15 tausend Einwohner zählt wird Câmelot und nach 80 Jahren wieder Hauptstadt. Der König von Callon beginnt mit dem Bau der Burg zu Câmelot.
|
| um 750 |
Gilkazahar erreicht eine Einwohnerzahl von 20 tausend. Westlom beginnt eine große Handelsflotte auszurüsten.
|
| 768 |
Das Königreich Linaïn empfindet die Aktivitäten Westloms als Angriff auf seine Vormachtstellung in der Isselsee und erklärt den Krieg. Alldieweil umschifft Fer Ouggulin (Westlom) als erster die Südspitze des Kontinents Mohar.
|
| 773 |
Westlom droht gegen Linaïn zu unterliegen, da es nicht genügend Holz für den Bau von Schiffen besitzt. In dieser Situation kehrt Fer Ouggulin zurück. Er bringt nur eines von fünf Schiffen wieder, dafür aber tonnenweise Gewürze, Seide, Perlen, Koka und andere Kostbarkeiten. Königin Lin die Schlaue beendet den Krieg und verspricht kein weiteres Schiff mehr ohne Genehmigung durch die Straße von Tharig zu schicken.
|
| 785 |
Gilkazahar hat sich zur bedeutendsten Handelsmetropole auf dem Kontinent gemausert (30.000 Einwohner). Westlom ist die Nummer eins im Seefernhandel, und es beginnt ein allgemeiner Run auf den Schiffsbau. Die 'Hüter der Häfen', eine Seefahrer und Händlergilde und die 'Tafelrunde zu Câmelot', ein Themoristenzirkel werden gegründet.
|
| 791 - 794 |
Die große Pest stoppt vorübergehend den wirtschaftlichen Expansionsdrang, und ein Drittel der ereanischen Bevölkerung wird ausgerottet.
|
| 802 |
Das Ärztekolleg von Lim Dunaïn entdeckt die Hygiene als wichtigstes Gebot der Medizin.
|
| 810 |
In einem Anfall von nationalem Größenwahn blockiert das Königreich Lina‹n die Straße von Irûn und versenkt fremde Handelsschiffe. Der 2. Binnenmeerkrieg bricht aus. Alldieweil machen die Kaufleute im 'Silberviereck', Gilkazahar - Abelyn - Yrslot - Okhalabad, prächtige Geschäfte. Die 'Hüter der Häfen' sind die mächtigste Händlergilde Ereas, von Westlom bis zur Yrkabeg. Als Gegengewicht werden die 'Segel von Abelyn' gegründet.
|
| 813 |
Westlom, Noorbum und Callon schließen sich zu einer 'heiligen Allianz' gegen Lina‹n zusammen, dessen Flotte dennoch größer ist als die der drei Verbündeten.
|
| 818 |
Die Binnenmeerflotte von Linaïn wird vor Thûle vernichtend geschlagen. Das Königreich muss die Hälfte seiner Schiffe und jährlich mehrere hundert Tonnen Holz an die Sieger abgeben. Die Hauptfolge des Krieges aber ist, dass die 'Tafelrunde' die mächtigste politische Institution in den Nordländern geworden ist.
|
| 825 |
Die 'Tafelrunde' gründet ein eigenes, von den Staaten unabhängiges Heer, das sich in den Nordländern frei bewegen kann, was die Orks mit unbehagen sehen. Als Gegengewicht werden in Okhalabad die 'Schwerter der Gerechten' gegründet.
|
| 831 |
Die Königin Ar Linaïn Samalien beschlieát ihr Land am wirtschaftlichen Aufschwung Ereas teilhaben zu lassen. Es entstehen zwei neue Häfen und in den folgenden Jahrzehnten die Ebene von Kabuki. Die Elben bauen und verkaufen die schönsten, besten und teuersten Schiffe.
|
| um 850 |
Brûd beginnt Abelyn ernsthaft Konkurrenz zu machen, erlebt eine Blüte und erreicht die 10.000 Einwohner Grenze.
|
| 877 |
In einer überraschenden Nacht- und Nebelaktion schmeiáen die Kaufleute und Seefahrer von Westlom ihren König ins Meer (so jedenfals die Legende) und übertragen die Regierungsgewalt einem Parlament in Minster. Der ereanische Adel hält für einen Moment den Atem an, aber da die Kaufleute von Westlom eine starke Position in der 'Tafelrunde' haben geschieht nichts weiter.
|
| 879 |
Elbische Piraten überfallen Kerry und plündern den Hafen. In einer übereilten Vergeltungsaktion erobert der Fürst von Galster die Stadt Falim und exekutiert einen Gesandten Ar Linaïn Samaliens. Es entbrennt der 3. Binnenmeerkrieg, der allerdings vor allem an Land und im Lemmersund ausgetragen wird.
|
| 884 |
Die Kaufleute von Gilkazahar, die die Ereignisse in Westlom aufmerksam beobachtet haben, zwingen ihren König Dain Urzak mit der Drohung seine Schulden einzutreiben dazu, einen 'Verfassungsvertrag' zu unterschreiben. Darin wird die Regierungsgewalt einem gewählten 'Rat der Sieben' übertragen, der König bleibt aber oberster Feldherr.
Man kann an dieser Stelle natürlich die berechtigte Frage stellen, weshalb der revolutionäre Funke nicht auch auf andere Länder übersprang, doch muss beachtet werden, dass sowohl in Westlom als auch im Khâg die Umstürze von den Kaufleuten ausgingen, die in diesen Ländern stark waren wie sonst nirgends. Es drängte hier also eine Schicht, die, was Bildung und Besitz betraf, dem Adel in nichts nachstand, danach auch an der politischen Macht teilzuhaben. Konsequenterweise wurde an vielen Orten in jener Zeit das alte, mellanische Ortswahlrecht, bei dem jeder mit festem Wohnsitz der mehr als 15 Jahre zählte wahlberechtigt war, verdrängt durch das Zensuswahlrecht. D.h. dass ein Einwohner um so mehr Stimmen bei der Wahl der Ständeversammlung hat je mehr Steuern er zahlt.
|
| 886 |
Endgültiges Ende des 3. Binnenmeerkrieges.
|
| 893 |
In Dhoma-Ladai etablieren sich Piraten und Schmuggler unter dem Schutz des Zauberprinzen.
|
| 904 |
Eine weitere große Pestwelle und die durch die Orks eingeschleppten Pocken verbreiten Angst und Unsicherheit. Da die Seuchen aber nicht so dramatisch um sich greifen wie 791, und drei fette Erntejahre folgen gewöhnt man sich an den Anblick der Aussätzigen. Immerhin verlieren in den Jahren 904 - 909 5% der ereanischen Bevölkerung ihr Leben.
|
| 911 |
Es kommt zu einem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung in Erea. An vorderster Stelle stehen auch weiterhin die Zwerge von Gilkazahar, aber auch die Orks und die Händler von Westlom mischen kräftig mit.
|
| 918 |
In Folge des regen Handels und Wandels entstehen zahlreiche Gilden, Zirkel und Schulen. In Donegen tritt Moryaren mit Getöse aus der Hexengilde 'Les sabbatiens' aus und gründet in An ihre eigene Gilde, genannt 'Das Gefolge der Dame vom See'. In Donegen beginnt das Zeitalter des Schismas, in dem die 'vier alten Schulen der hohen Künste' in zahlreiche rivalisierende Gruppen zerfallen.
|
| 924 |
Gör Torke aus Thûle erfindet in langen Winternächten den Buchdruck mit Druckstöcken. Also ohne bewegliche Lettern, die auch weiterhin unbekannt bleiben. Krämerseele, wie die meisten Zwerge nun mal sind, gründet er eine Gesellschaft, läßt sich das Monopol durch den König und später sogar durch die 'Tafelrunde' garantieren und verkauft Konzessionen für den Gebrauch seiner Erfindung.
|
| 929 |
Der blühende Handel zwischen Erea und der Nordküste Mohars bringt auch Aufschwung für die Piraten in der Isselsee, die zu einer echten Plage werden.
|
| 931 |
Über einige Städte, namentlich Camelot, Enion, Lim Dunaïn und Okhalabad, gehen wieder Gerüchte um dort gebe es goldgedeckte Dächer.
|
| 935 |
Königin Ar Linaïn beschließt einen Feldzug gegen die Piraten und greift mit einer groáen Flotte die Insel Falib an. Der sechs Jahre dauernde Krieg wird mit großen Verlusten auf beiden Seiten und ohne Sieger enden. Vorrübergehend wird die Piraterie etwas eingedämmt.
|
| 942 |
In Minster erscheint die erste Zeitung Ereas, durch die Torkegesellschaft konzessioniert und zur Hälfte mitfinanziert. In den nächsten Jahrzehnten folgen weitere. Wegen des aufwendigen Druckverfahrens erscheinen sie jedoch nicht öfter als vierteljährlich.
|
| 946 |
Während einer schweren Hungersnot im Khâg werden mehrere Handelskontore und Speicher geplündert. Die Kaufleute Ereas sind beunruhigt.
|
Jüngste Geschichte
| 950 |
In Westlom erzwingt der dritte Stand die Hälfte der Sitze im Parlament von Minster.
|
| 952 |
Königin Ar Linaïn Samalien stirbt im Alter von 159 Jahren, 126 Jahre nach ihrer Krönung. Ihre Tochter Laranien, die schon seit 8 Jahren die Regierung führt, wird erwartungsgemäß von der Ständeversammlung Linaïns zur neuen Königin gewählt.
|
| 957 |
Ein großer Kaltdrache aus dem Norden taucht plötzlich und ungeladen vor den Toren von Gabar Gathol auf und verwüstet die Gegend. Erst sieben Monate später kann er besiegt werden. 330 der besten Kämpfer aus der königlichen Armee hauen ihn in einem zwei Tage und zwei Nächte dauernden Gefecht förmlich in Stücke.
|
| 963 |
Durch den Tod Königin Forlas brechen in Donegen erneut Streitereien um die Erbfolge aus. Es kommt zum 2. Erbfolgekrieg, der bis heute weder beendet noch entschieden ist. Wieder stehen sich die Häuser von Arl und Brûd unter dem Zeichen der Rose und der Lilie gegenüber.
|
| 968 |
Die Null wird in das ereanische Zahlensystem eingeführt und verbreitet sich rasch über den ganzen Kontinent. Zwerge, Elben und Orks erheben gleichermaßen Anspruch auf ihre Erfindung, tatsächlich wurde sie wohl von der Nordküste Mohars durch Händler nach Erea gebracht.
|
| 974 |
Zwölf große, schwere Schiffe brechen von Yrslot auf, durchqueren die Straße von Tharig und verschwinden hinter dem westlichen Horizont. Angeblich haben nordmoharische Gelehrte festgestellt, daß Gaya rund sei, gleich einer Kugel, und sogar ihren Umfang errechnet. Die Orks, die offenbar darauf hineingefallen sind, machen sich zum Gespött Ereas. Dem Chronisten ist jedoch nicht bekannt, was mit den Schiffen geschah, und ob sie zurückkehrten.
|
| 979 |
Findige Handwerker in Dum Mîbam entwickeln ein mechanisches Räderwerk zur Zeitmessung, angeblich angeregt durch die Windmühlen der Orks, die im Süden der Yrkabeg zur Bewässerung dienen. Jedenfals ist damit die Uhr erfunden, mit der allerdings nur wenige etwas anzufangen wissen.
|
| 980 |
Angesichts der Tatsache, daß Donegen seit 17 Jahren ohne König ist, wird eine 'Tafel zu Camelot' einberufen, an der zahlreiche Fürsten und alle Könige teilnehmen. Die Orks sind jedoch nicht geladen worden. Darüber ist Fakh Grîshaz, der Kaiser des heiligen, mellanischen Reichs orkscher Nation so erbost, daß er mit einem 20.000 Köpfe zählendem Heer (sprich einer riesigen Truppe. zum Vergleich: In ganz Linaïn standen damals etwa 10.000 unter Waffen, ebenso viele in Donegen, wo immerhin ein ziemlich blutiger Bürgerkrieg tobte!) nach Callon einzieht, und gegenüber von Orbled sein Lager aufschlägt. Durch Boten läßt er ausrichten, er werde die Stadt niederbrennen, und Câmelot im Sturm nehmen, falls die Orks nicht offiziell an der Tafel teilnehmen dürften. Es ist das erste Mal seit über 300 Jahren, daß ein orkisches Heer die Grenze der Yrkabeg überschreitet, und in Câmelot herrscht betretenes Schweigen. Hastig wird um Entschuldigungen gerungen, und Fakh Grîshaz zieht seine Truppen wieder ab. Die Orks nehmen an der Tafel teil.
|
| 982 |
Das sogenannte 'Goblanayarpogrom'. In Abelyn werden einige hundert Goblins und Orks unter dürftigen Vorwänden massakriert. Der Stadtrat stellt das Blutbad als einen 'Übergriff des Pöbels' dar.
|
| 988 |
Die Fürsten von Argant und Cromak, die im Bürgerkrieg zu verschiedenen Parteien gehören, beginnen einen Privatkrieg, an dem zum Teil auch Orks aus dem Grenzgebiet beteiligt sind. Ofiziell wird die Grenze der Yrkabeg jedoch nicht angetastet.
|
| 991 |
Am intrigenverseuchten Hof von Arl wird Phillip III zum König von Donegen ausgerufen, obgleich dazu die Zustimmung der Landrat genannten Ständeversammlung notwendig wäre. Der Erbfolgekrieg tritt in eine neue Phase.
|
| 995 |
Ar Linaïn Laranien beginnt langsam aber sicher Truppen an der Ostgrenze Eregons zusammenzuziehen.
|
| 998 |
Brûd ist wieder einmal eine belagerte, von blutigen Kämpfen umtobte Stadt.
Dein Reisender beginnt sein gefährliches Leben.
|
|
 |