Völker
Die vier freien Populi
»Vier Völker beherrschen die Welt...« So läßt Dermhund Anerthar seine "Grosze Ezyklopedeia vun den Landen und gar fremdartigen Kynigreichen" beginnen. Diese vier Völker sind Menschen, Elben, Zwerge und Orks, die die Herrschaft über den Kontinent Erea weitgehend unter sich aufgeteilt haben. Natürlich kennt das Câmelot System noch viele andere Kreaturen, aber die genannten vier sind die wichtigsten, und sollen hier vorgestellt werden.
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| Die Siedlungsgebiete der Menschen, Elben, Zwerge und Orks |
Die Menschen
Dieses Volk dürfte recht bekannt sein. Sie stellten früher den Kaiser des alten Reiches, dessen Untergang die meisten von ihnen den Orks immer noch vorwerfen. Fast ebenso zahlreich wie diese, bewohnen die Menschen die Königreiche von Callon und Donegan, sowie das "freie" Westlom.
Im großen und ganzen sind die menschlichen Reiche ähnlich der feudalen Gesellschaften des frühen Mittelalters in Europa oder Asien organisiert. Dabei spielt Donegen eine besondere Rolle. Hier beginnt das Spiel, in einem von Bürgerkriegen und Adelsfehden zerissenem Land.
Die Elben
Elben sehen fast aus wie Menschen, doch haben männliche Elben keinen oder kaum Bartwuchs. Außerdem haben Elben keine spitzen Ohren, wie so oft fälschlicherweise behauptet wird. Sie haben lange, fein geschnittene Gesichter, mit markanten Backenknochen, und halten sich selbst für das schönste und edelste der Völker Ereas.
Im Lauf der Kriege, die über Erea hinwegfegten, wurden die Elben oft vertrieben, und schließlich auf die Halbinsel Linain abgedrängt. Zusammen mit ihrem natürlichen Gefühl der Überlegenheit hat dies bei ihnen zu einem tiefen Mißtrauen gegenüber den anderen Völkern geführt. Allenfalls zu den Menschen unterhalten Elben mitunter freundschaftliche Kontakte. Über alles gehen ihnen die großen, alten Wälder Ereas, die sie lieben und verehren, denn ganz Linain ist von einem einzigen Wald bedeckt.
Die Zwerge
Ein wenig kleiner als Menschen, doch diesen nicht unähnlich, aber mit einer längeren Lebensspanne bedacht, sind die Zwerge die zähen Bewohner der rauhen Gebirge Ereas. Im
Allgemeinen von kräftiger Statur, mit runden Gesichtern und breiten, großen Nasen, gelten sie als ein schweigsames, ja verschlossenes Volk.
Traditionell tragen die männlichen Mitglieder dieses Volkes den "Kosh",die berühmte Barttracht der Zwerge. Sie leben in riesigen, unterirdischen Städten, im Herzen der Gebirge des Kontinents. Neben einem ausgeprägten Talent für das Kaufen und Verkaufen besitzen sie auch ein außerordentliches technisches Geschick und sind Meister der Bergwerkskunst. Obwohl an Zahl und Körpergröße das kleinste Volk, sind die Zwerge doch stolz und selbstbewußt, was angesichts ihrer überwältigenden architektonischen und handwerklichen Leistungen kaum verwundert. Mit den Orks verbindet sie gewinnbringender Handel, mit den Elben eine tiefe Feindschaft, und den Menschen stehen sie in der Regel eher mißtrauisch gegenüber.
Die Orks
Orks sind kräftige, etwas untersetzte, durchschnittlich um die 1,60 m große Wesen, mit starker, borstiger Körperbehaarung. Einige Stämme der Orks verfügen, im Gegensatz zur allgemeinen Behauptung über die Elben, in der Tat über spitze Ohren.
Obwohl durch den Ansturm der Orks in der "Schlacht der goldenen Sonne" der Untergang des alten Großkönigreichs besiegelt wurde, und das orkische Kaiserreich nicht nur eine blühende Hochkultur ist, sondern auch das den Osten Ereas dominierende Imperium, werden die Orks immer noch von vielen Angehörigen der anderen Völker verachtet. Dabei hilft den Orks weder der Umstand, dass ihr Imperium eine kulturelle Blüte erlebt, der Erea z.B. die Erfindung des Deodorants oder des Spatzengurkenschnaps verdankt, noch, dass einige Gelehrte meinen, eine verwandtschaftliche Beziehung der Orks zu Zwergen oder Menschen festgestellt zu haben. Diese Behauptung wird allerdings von allen drei Völkern auf das Ärgste bestritten.