Geographie

Besiedlung

Die Städte und Dörfer des Kontinents

Sieben Metropolen mit über 20.000 Einwohnern gibt es in Erea, Abbely, Câmelot, Gilkazahar, Lim Dunaï, Minster und Okhalabad. Okhalabad, die größte von ihnen zählt 57 tausend Einwohner. Hinzu kommen 19 Große Städte mit 10 bis 20 tausend Einwohnern, und 74 weitere Städte mit über 3000 Einwohnern. Diese großen Ansiedlungen sind auf der Karte rot markiert.

Siedlungsdichte
In der Fläche ist der Kontinent eher dünn besiedelt. Auf der Karte sind dichte Siedlungszohnen mit maximal 8 Meilen zwischen den Ansiedlungen, mittlere mit maximal einer Tagesreise Entfernung zwischen den Ansiedlungen und dünn besiedelte Landstriche mit bis zu zwei Tagesreisen Entfernung zwischen den Ansiedlungen voneinander unterschieden. Sehr dünn besiedelte Gebiete mit über zwei Tagesreisen Entfernung zwischen den Ansiedlungen sind weiß belassen.

Entlang der Flüsse und der großen Handelsstraßen ist die Besiedlung durchgängig relativ dicht, und ein Blick auf die Karte zeigt vier große flächige Siedlungsgebiete. Daneben unterscheiden sich die Siedlungsformen aber stark zwischen den Kulturen, wovon im folgenden die Rede seien soll.

Die häufigste Hausforrn in den von Menschen bewohnten Königreichen ist immer noch das Barbarenlanghaus. Vor allem in ländlichen Gebieten (mit Ausnahme Westloms) wird man kaum auf andere Haustypen stoßen. Namentlich im Norden Donegens, an der Küste von Galster und in Westlom setzt sich daneben mehr und mehr das Fachwerklanghaus durch.
Es ist allgemein typisch für menschliche Ansiedlungen, daß die Häuser um einen zentralen Ort, etwa den Marktplatz oder eine Burg, herumgruppiert sind. Größere Ansiedlungen sind befestigt, entweder mit Erdwall und Palisade oder mit einer Stadtmauer.
Wo sie zahlreich sind siedeln Menschen in die Fläche, und errichten dazu Siedlungen ganz unterschiedlicher Größe. Zunächst entlang der Flüsse, dann der Straßen, besiedeln sie so sukzessive das Hinterland dieses immer enger werdenden Netzes.

Bei den Elben haben sich drei Haustypen etabliert. Das Langhaus, das Stadthaus und das Flet, die alle aus Holz bestehen, dem einzigen in Linain zum Hausbau verwendeten Baustoff. Die Elben versehen ihre Häuser mit characteristischen, nach oben geschwungenen Giebelenden. Sie bauen ihre Häuser ohne einen einzigen Nagel zu verwenden.
Im unterschied zu den anderen Völkern die meist auf gestampfter Erde wohnen, wachsen die Elben auf Holzböden auf, denn Lang- und Stadthaus sind zum Schutz vor Feuchtigkeit auf Pfählen errichtet. Flets finden sich nur im Westen von Linain, in Hiluine und um den See Gereth, wo in größerer Anzahl Mammutbäume wachsen, die rund 80 m hoch werden, aber sogar die doppelte Höhe erreichen können. Das Flet ist ein mehrstöckiges Gebäude mit dem Baumstamm als Mittelpunkt, in schwindelnder Höhe über dem Erdboden, aber noch unterhalb der Baumkrone um den Stamm gebaut.
Elbische Siedlungen erstrecken sich oft lange entlang der Flüsse, und stets wahren die Häuser einen gewissen Abstand voneinander, denn die Elben mögen das Gedränge nicht. In Ländlichen Gegenden erscheinen die Dörfer oft besonders klein, und erst Nachfrage bestätigt dem Reisenden, das sich in der nahen Umgebung noch ein dutzend Weiler und Gehöfte befindet, die zu der Ansiedlung gehören.

Die Zwerge haben eine etwas eigentümliche Art zu wohnen, aber wenn sie einem Zwerg sagen er lebe in einer Höhle, wird er sie vermutlich erschlagen. Der von ihnen bevorzugte Ausdruck ist 'dum', was der plural von 'dom' ist, was wiederum soviel wie 'Wohnung, Heimat, Haus' oder eben 'Höhle' bedeutet, in ihren Ohren aber netter klingt.
Das Volk der Zwerge ist mit dem Fels verwachsen, und auch wenn kleinere Zwergensiedlungen sich äußerlich nicht von gewöhnlichen Bergdörfern unterscheiden mögen, so kann man sich doch sicher sein, das unter jeder Kate ein Stollen ins innere der Erde führt. Kein Zwergisches Haus ohne geheimen Ausgang (und kein Dorf ohne Kanalisation!).
In den Städten wachsen die Häusern am Berghang auf natürliche Weise mit den Flöße der Eisen- Salz- und Goldschürfer zusammen, und werden schließlich zu den begehrtesten Wohnstätten und Geschäftsquatieren. Dicht unter der Haut des Berges entstehen prächtige Galerien, die zu den prunkvoll gestalteten Terrassen und Patios ihrer stolzen Besitzer führen. In den großen Städten führen mächtige Licht- und Luftschächte ins inner des Berges, zu den Quartieren der einfachen Zwerge, während gewaltige Festungsbollwerke in den unteren-äußeren Solen jeden Versuch der Eroberung zur Aussichtslosigkeit verdammen.
Die Zwerge sind ein Volk von Städtern. Im Khâg lebt gut die Hälfte, in den Noorbum sogar über zwei drittel der Bevölkerung in Ansiedlungen mit mehr als 800 Einwohnern. So sind sie darauf angewiesen vom Handel, vom Handwerk und den Schätzen der Erde zu leben, denn was sie anbauen reicht nicht einmal für sie selber.

Ein großer Teil der Orks lebt immernoch in nomadisierenden Sippenverbänden und wohnt daher in Zelten, genauer in Jurten genannten Rundzelten mit einem Durchmesser zwischen vier und 20 Metern. Doch die meißten von ihnen machten sich nach dem Sieg über das Mellanische Kaisereich entlang der Flüsse sesshaft, die die trockene Steppe der Yrkabeg durchziehen. Diese leben in ein- bis zweistöckigen Häusern aus Lehmstroh, Lehmziegeln oder (selten) Stein, die, geschlossen oder in U-Form, um einen großen Innenhof gebaut sind. Die Dächer sind in der Regel leicht zum Innenhof geneigt und ohne Giebel. Seltener bauen sie auch höhere Häuser mit bis zu fünf Stockwerken, vor allem zu Representationszwecken. In den großen Städten gibt es aber sogar ganze Wohnviertel klobiger, vierstöckiger Steinhäuser.
Die Orks siedeln ähnlich wie die Menschen entlang der Flüsse, um sich dann wenn möglich in die Fläche auszudehnen, doch machen die kargen Böden der Yrkabeg dies oft unmöglich. Nördlich von Yrslot und entlang der Mûr bis Okhalabad, haben sie daher teils große Bewässerungssysteme erichtet, die das Wasser oft über hunderte von Meilen auf die Felder bringen.